Quelle: Handlungsleitfaden: Kommunale Wärmeplanung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Gut für Mensch und Klima
Mit der kommunalen Wärmeplanung geht die Stadt Burgau einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Zukunft. Die Projektarbeiten wurden von Januar bis Dezember 2025 in enger Zusammenarbeit mit der energie schwaben gmbh sowie der PwC GmbH durchgeführt. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative wurde das Vorhaben zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. In der Stadtratssitzung am 16. Dezember 2025 wurde der Abschlussbericht vorgestellt und einstimmig beschlossen.
Kommunale Wärmeplanung Burgau - Abschlussbericht (PDF)
Kurzpräsentation zur kommunalen Wärmeplanung - Informationsveranstaltung am 20.01.2026 (PDF)
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklung und umfasst sämtliche Siedlungsbereiche: die Kernstadt sowie die Ortsteile Oberknöringen, Unterknöringen, Großanhausen, Kleinanhausen und Limbach.
Ziel der Planung ist es, die Wärmeversorgung in Burgau langfristig sicher, wirtschaftlich und klimaneutral zu gestalten - unter Berücksichtigung der örtlichen Besonderheiten und Gegebenheiten.
Im Zuge des Projekts wurden die bestehende Wärmeversorgungsinfrastruktur analysiert und die aktuellen Energieverbräuche privater Haushalte, öffentlicher Einrichtungen und von Industrieunternehmen erhoben. Dabei konnten wertvolle Daten zu rund 1.300 Gebäuden in Burgau gesammelt und ausgewertet werden.
„Ich möchte mich im Namen der Stadtverwaltung herzlich bei allen bedanken, die sich so engagiert in den Prozess der kommunalen Wärmeplanung eingebracht haben. Gemeinsam haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung getan. Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiges strategisches Instrument und ich bin überzeugt, dass die erarbeiteten Ergebnisse wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung unserer Stadt geben werden“, so Erster Bürgermeister Martin Brenner.
Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Analyse der Potenziale erneuerbarer Energien. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Nutzung der Umgebungsluft durch dezentrale Wärmepumpen, künftig auch Potentiale im Bereich der oberflächennahen Geothermie sowie perspektivisch der Einsatz von Wasserstoff erhebliche Beiträge zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung leisten können.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist zudem die Entwicklung eines Zielszenarios für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in Burgau bis zum Jahr 2045. Hierfür wurde das Stadtgebiet in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt, denen jeweils geeignete Versorgungsarten zugeordnet wurden – dezentrale Lösungen, Wasserstoff / grüne Gase oder Prüfgebiete. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen und sich an Wirtschaftlichkeit, CO²-Einsparpotenzial und technischer Umsetzbarkeit orientieren.
Der kommunale Wärmeplan bildet die Grundlage für weiterführende Untersuchungen und konkrete Detailplanungen. Er wird regelmäßig überprüft und alle fünf Jahre fortgeschrieben, um neue Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen.
„Die kommunale Wärmeplanung bringt unserer Stadt mehrere Vorteile. In erster Linie geht es darum, potentielle, nachhaltige Energiequellen vor Ort – zum Beispiel Solarenergie, Windenergie und Abwärme – so effizient wie möglich zu nutzen, die Umweltbelastung zu reduzieren und eine zuverlässige Planungsbasis für Einwohner und Gewerbebetriebe zu schaffen“, so die Umwelt- und Klimaschutzmanagerin der Stadt Burgau, Maria Tischenko. Sie unterstreicht: „Dazu kommt, dass die kommunale Wärmeplanung zur Reduzierung von Schadstoffemissionen beiträgt, was zu einer besseren Luftqualität und einem gesünderen Lebensumfeld führt.“
Ergebnisse der Bestandsanalyse und Potenzialanalyse (PDF)
Häufige Fragen und Antworten zur kommunalen Wärmeplanung (PDF)
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Förderkennzeichen:
67K27728
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stadt Burgau:
Maria Tischenko, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin