Sehenswürdigkeiten

Blockhausturm

Blockhausturm

Heute steht von den Toren Burgaus nur noch der sogenannte "Blockhausturm". Nachdem der Vorgänger dieses Tores, das Blockhaustor, baufällig geworden war beschloss der Stadtrat, anstelle des Torhauses einen schmucken Torturm zu errichten. Der Bau war jedoch eine Fehlkonstruktion und die Bürger mussten diesen wieder abreißen. Ein neuer Torturm wurde 1614 errichtet. Erbaut wurde dieser von Antonio Serro. Den Name "Blockhausturm" erhielt das Tor nicht deshalb, weil es aus Steinblöcken erbaut worden wäre, sondern weil es den Block barg, in welchen Übeltäter zur Bestrafung gespannt wurden. Der Block bestand aus zwei aufeinander liegenden Balken mit Auskerbungen, in die die Beine von Straftätern gesteckt wurden. Auch andere Folterwerkzeuge wurden hier aufbewahrt.

Der Marienbrunnen

Der Marienbrunnen

Er befindet sich auf dem Kirchplatz an der Stadtstraße in Burgau. Die Figur "Maria vom Siege" wurde aus Sandstein gefertigt und stammt aus dem Jahr 1731 von Franz Scheffele. Der Röhrenkasten ist aus Eisen geschmiedet und stammt aus dem Jahr 1867. Im Jahr 1989 wurde das Brunnenbecken saniert sowie konservatorische Maßnahmen an der Sandsteinfigur vorgenommen.

Stadtpfarrkirche

Als erste Kirche ist in Burgau eine Frauenkapelle erwähnt, die 1611 erweitert wurde und, nachdem Burgau im 18. Jahrhundert zu einer selbständigen Pfarrei wurde, einem Neubau an gleicher Stelle weichen musste.Von der alten Kapelle ist heute einzig der alte gotische Unterbau des Turmes aus dem Jahre 1425 erhalten, den im 30 jährigen Krieg Meister Jörg Meitinger aus Balzhausen durch den Achteckaufbau mit der prächtigen Zwiebelkuppel überbaute.Von 1788 - 1791 dauerte die Errichtung der heutigen Pfarrkirche nach den Plänen des vorderösterreichischen Bausachverständigen Kaspar Zängerle aus Freiburg, welcher nach dem Tod von Joseph Dossenberger die Planung der Kirche übernahm. In der Dachform und in der Fenstergliederung ist jedoch klar der Einfluss Dossenbergers zu spüren.Die zurückhaltende Gliederung der Wände und die klare, einfache Formensprache sind Zeichen der Stilstufe des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Das Kircheninnere birgt im lichten, stimmungsvollen Raum Fresken von Endere und Huber: die Geburt Christi, das Abendmahl und die Himmelfahrt Mariens zeugen dabei von einem Freskenprogramm, das ganz der Verherrlichung der Kirchenpatronin und dem Altarssakrament gewidmet ist. Harmonisch zu dieser kunstvollen Deckengestaltung zeigen sich die beiden schmucken Seitenaltäre und der feierliche Hochaltar sowie die kostspieligen Stuckarbeiten, die Zeugnis davon ablegen, dass die Burgauer keinen zu schlichten Kirchenraum wünschten.Der stilistisch völlig einheitliche Raum und die kühle, vornehme Farbgebung machen die Burgauer Pfarrkirche zu einem der bedeutendsten frühklassizistischen Kirchenräume Schwabens.

St. Leonhards-Kirche

St. Leonhards-Kirche

Verheerende Viehseuchen und Missernten veranlassten die gläubigen Bewohner Burgaus dem Viehpatron und Wettermacher St. Leonhard 1601 eine Holzkapelle zu errichten, die aber bereits 1609 abgebrochen und größer aufgebaut wurde. Als diese 58 Jahre später baufällig geworden war, entschloss man sich zu einem nochmaligen Neubau. Die Pläne für die bis heute erhaltene Kirche mit ihrer barocken Fassade, dem gefälligen Zwiebelturm und der vergoldeten Figur des heiligen Leonhard lieferte Georg Kraus aus Gabelbach. Die Ausstattung der Kapelle stifteten verschiedene Bürger der Stadt. Bemerkenswert ist das Chorgemälde, eine Schutzmantelmadonna, die ihren Mantel über die Gemeinde ausbreitet.Nachdem Burgau 1725 zur Pfarrei wurde, legte man gleich um die Leonhardskapelle den Friedhof an. Franz Schäfferle aus Lauingen schuf im Jahre 1726 die Michaelsfigur über dem Friedhofseingang und den Herrgottsruh-Christus am ehemaligen äußeren Portal.Die Leonhardskapelle wurde zur Friedhofskapelle, in der heute der Gottesdienst bei kleineren Beerdigungen abgehalten wird.

St. Antonius-Kapelle

St. Antonius-Kapelle

Nach siebenjähriger Restaurierungszeit und der Einweihung im Juni 1994 erstrahlt die Antoniuskapelle am östlichen Ende der Binsentalstraße in Oberknöringen heute in neuem Glanz und lädt zum Verweilen und Beten ein. Möglich gemacht haben dies viele freiwillige Helfer und zahlreiche Spenden, welche die Kapelle vor dem Verfall gerettet haben.Schaut man durch das Gitter, das die Einrichtung der Kapelle vor Dieben schützt, so fällt der Blick auf den barocken Altar und die Figuren, die meist von dankbaren Verehren des Heiligen gestiftet wurden, der ihnen verlorengegangene Gegenstände "zurückbrachte".Jährlich am Antoniusfest steht das Wahrzeichen Oberknöringens im Mittelpunkt kirchlicher und weltlicher Feierlichkeiten.

St. Martin Unterknöringen

St. Martin Unterknöringen

Bedenkt man den Umfang des Pfarrbezirkes - von Anhausen bis Burgau reichend -, den die Pfarrei Jahrhunderte lang zu verwalten und repräsentieren hatte, so überrascht die Größe des Gebäudes für eine heutige Landkirche nicht mehr.Der massive, siebengeschossige Turm von gut 44 Metern Höhe steht an der Nordseite der Kirche, schon von Weitem sichtbar, fast frei und wird auf allen vier Seiten durch einen Giebel gekrönt: Zeichen, für seine bewusste Stellung im Kammeltal.Baulich hat sich die spätmittelalterliche Kirche relativ unbeschadet erhalten. Sie gibt Zeugnis eines sicher konventionellen, doch stattlichen Kirchenbaus vor dem Stilwandel des 16. Jahrhunderts. Der Beginn des Gotteshausbaues fällt auf das Jahr 1481, nachdem der mittelalterliche Vorgängerbau abgerissen worden war. 3 Jahre später, am 29. Oktober 1484, fand die Einweihung durch den Augsburger Weihbischof Ulrich statt.Der Innenraum der Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehreren radikalen Erneuerungen unterworfen, so dass man heute Spuren von allen Stilepochen in der Kirche findet. Das Spektrum reicht dabei von Resten der Erstausstattung wie Skulpturen und Epitaphien über zahlreiche Ausstattungsstücke des ausgehenden 17./18. Jahrhunderts bis hin zu einer radikalen Purifizierung auf eine vermeintlich dem Mittelalter stärker angepasste Ansichtigkeit in den Jahren 1945/47. Dennoch dominiert bis heute ein Großteil der barocken Ausstattung - mit Ausnahme der Altäre -, so dass man zusammengenommen von einem eher barocken Raumbild sprechen kann.

Christuskirche

Evangelische Christuskirche

Die jüngste Kirche in Burgau ist die evangelisch-lutherische Christuskirche.Obwohl die evangelische Gemeindegeschichte in Burgau bis 1898 zurückreicht, wurde erst nach dem II. Weltkrieg mit dem Anwachsen der Kirchengemeinde auf rund 1200 Gläubige 1955 der Bau einer Kirche beschlossen. Nach Plänen des Münchener Architekten Friedhelm Amslinger entstand eine Kirche, in der die Einfachheit dominiert. Nichts soll den Gläubigen vom Wesentlichen, dass Gottes Wort die Mitte ist, ablenken. Das klare Konzept des Kirchenraumes sowie der Grundriss der Kirche, ein großes Quadrat, das im Boden, in der Decke und in den Wänden wiederkehrt und den Taufstein, den Altar und Ambo umschließt, entspricht dieser Glaubensbotschaft.Dem Kirchbau folgte 1959 die Errichtung des Glockenturmes, der das Bild eines modernen Kirchengebäudes abrundet.

Loreto-Kapelle

Loreto-Kapelle

Die Loretokapelle in Burgau entstand 1692 an der Stelle des ehemaligen Pfleghauses, das auf dem Hügel neben dem Schlossberg, dem sogenannten Röttenberg, stand.Ein "Meister aus Illerberg" erstellte die Pläne für den Bau der Kirche. Er bemühte sich, die Maße, die Anordnung und die Ausstattung der Kapelle der Urkapelle in Loreto nachzubilden. So präsentiert sich die Kapelle im Inneren als tonnengewölbter Raum, dessen Stirnseite von einem Altaraufbau in Holz-Einlegearbeit mit hochbarocken Goldornamenten ganz eingenommen wird.Nach ihrer Errichtung wurde die Kapelle zu einem Wallfahrtsort für die ganze Gegend, hörte man doch immer wieder von wunderbaren Gebetserhörungen. Dem entsprechend wurde 1741 auch der Aufgang mit der Anlage des Kalvarienberges konzipiert.Der idyllische Stufenaufgang zur Lorettokapelle mit seinen kunstvollen Kreuzwegstationen, 1959 mit Bildern von Gretl Baur neu gestaltet, lädt auch heute noch zu besinnlichen Andachtsstunden ein.