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Burgau gehört nun dem Musikzentrum Mindeltal an

Burgau ist jetzt offiziell der Dritte im Bunde. Mit dem Markt Burtenbach und dem Markt Jettingen-Scheppach gehört nun auch die Markgrafenstadt dem Musikzentrum Mindeltal an

„Musikzentrum Mindeltal“ – die Bezeichnung ist jetzt, mit der Stadt Burgau als dritte Mindeltalkommune, noch treffender als zuvor. Zu Beginn des Schuljahrs 2019/2020 hatte sich die Markgrafenstadt dem Musikzentrum angeschlossen, jetzt ist der Beitritt offiziell besiegelt. Die Bürgermeister der Stadt Burgau, des Marktes Burtenbach und des Marktes Jettingen-Scheppach haben am Mittwoch im Jettinger Rathaus eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der Finanzierung, Kostenaufteilung und Organisationsstruktur sowie Arbeitsverteilung festgelegt sind. Das Musikzentrum Mindeltal bündelt die Interessen der drei Kommunen bei dem gemeinsamen Bestreben, interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern das Erlernen von Musikinstrumenten zu ermöglichen, heißt es darin.
Die drei Kommunen stellen dabei einen jährlichen Sockelbetrag in Höhe jeweils von 30.000 Euro bereit, um die allgemeinen Verwaltungskosten und die das gesamte Musikzentrum betreffenden Aufwendungen zu decken. Darüber hinaus benötigte Mittel werden entsprechend ihrer Einwohnerzahl prozentual aufgeteilt.
„Wir freuen uns, dass unser Konzept überzeugt hat und wir sind mit dem Ergebnis der letzten Monate sehr zufrieden“, erklärte Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart. Es sei wichtig, über die Grenzen zusammenzuarbeiten. Und die „Mindelschiene“, die habe sich schon immer bewährt. Von den drei Trägerkommunen übernimmt im zweijährigen Rhythmus eine den Vorsitz. Derzeit ist dies der Markt Jettingen-Scheppach, im Anschluss folgt der Markt Burtenbach sein und dann die Stadt Burgau.
Im Prinzip machen wir nichts Neues, so Burtenbachs Bürgermeister Roland Kempfle. Mit dem Integrieren der Stadt Burgau sei aus der Bläserschule Mindeltal das Musikzentrum geworden. Während der knapp 30 Jahre, in denen diese bestand, habe sich gezeigt, wie erfolgreich das Modell sei. Bei derzeit mehr als 260 Schülern hätten sich die Schülerzahlen in den vergangenen sechs Jahren verdoppelt – jetzt sei das Konzept auf die Stadt Burgau ausgeweitet worden. Für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand wurde inzwischen die Stelle einer Verwaltungskraft ausgeschrieben, die ihren Arbeitsplatz im Kulturamt der Stadt Burgau haben wird.
„Wir wollen die musikalische Ausbildung unserer Musikkapellen, die schon über Jahrzehnte Bestand haben, sicherstellen“, betonte Burgaus Bürgermeister Konrad Barm. Immerhin: Mit der Musikvereinigung der Handschuhmacher Burgau, dem Musikverein Burtenbach, dem Musikverein Kemnat, der Musikkapelle Freihalden-Oberwaldbach, dem Blasmusikverein Jettingen, der Trachtenkapelle Scheppach und der Musikkapelle Unterknöringen sind es sieben Erwachsenenorchester, die davon profitieren. Hinzu kommen die Jugendorchester: die Bläserklasse, die Mu’Comer (Musik Newcomer) und die Jugendkapelle sowie das Nachwuchsorchester Burgau, das im September gegründet wurde. Bereits ab Ostern wird es in den Burgauer Kindergärten Angebote geben, im kommenden Schuljahr auch in den Schulen.
„Qualität, preiswert und nah“, so lautet der Leitspruch des Musikzentrums Mindeltal. „Das ist genau das, wonach wir arbeiten wollen“, betont Leiter Christian Weng. „Nämlich Kindern und Jugendlichen, auch Erwachsenen, wenn sie das möchten, qualitativ hochwertigen Musikunterricht in der Nähe sichern zu können. Und es soll auch bezahlbar sein.“