Burgauer Treppen

Stadtstraße
89331 Burgau
Die vielen Treppen in Burgau sind ein Charakteristikum der Stadt. Die Terrassenlage Burgaus mit der Burg (dem späteren Schloss) im Zentrum, erforderte ein ausgedehntes Treppensystem zur Überwindung der bis zu 35 m Höhenunterschiede vom Mindeltal zum Höhenrücken. Die Treppen – im Volksmund heißen sie eigentlich „Stäpfala“ – verbinden die elliptischen Straßenzüge um den Schlossberg. Sie wurden bereits im Mittelalter angelegt und wuchsen mit der Stadt.

Vom Mindeltal zur Anhöhe führen mehr als 20 öffentliche und private Treppen und Treppenfolgen. Die längste und steilste Treppe mit 88 Stufen ist die „Himmelsleiter“ von der Augsburger Straße zum Hinden­burgplatz im Süden der Stadt. Sie wurde in den 30er Jahren  des vorhe­rigen Jahrhunderts errichtet.
Die meisten und wichtigsten Treppen befinden sich in der Stadtmitte. Sie beginnen oder enden alle in der Stadtstraße. Nennenswerte Treppen sind z. B. „Lammwirts–Stäpfala“,  „Kränzles–Stäpfala“, die Kirchentreppe, die Post–Treppe und die Waymeyer–Riederle–Treppe. Die Treppen stellen wichtige Verbindungen und Abkürzungen dar. Sie fordern aber auch ihren Tribut von den Fußgängern, egal ob treppauf oder treppab. Doch hoch oben auf der Höhe winkt als Lohn ein herrlicher Blick ins Mindeltal. Westlich des Einschnittes der Tellerstraße, entlang der in früheren Jahrhunderten ein kleiner Bach bis zum Weiher vor dem Stadttor verlief, setzen sich die „Stäpfala“ fort in schmalen „Gängla“ hinauf zum „Hinteren Feldle“ und zu den Höhen um die Ulmer Straße.

Standort: von Stadtstraße zugänglich
 
Textquelle: Historischer Verein