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Die Endmontage der Messerschmitt Me 262 und die Rolle des KZ-Außenlagers Burgau


2. Bürgermeisterin Martina Wenni-Auinger und 1. Bürgermeister Martin Brenner

Wenn man sich mit der Geschichte seiner Heimatstadt beschäftigt, dann bleibt es nicht aus, dass man auch auf unangenehme Ereignisse stößt, die keine ruhmreiche Vergangenheit beleuchten. Zweifelsohne sind das KZ-Außenlager Burgau, die Rüstungsindustrie im Nationalsozialismus, der Messerschmitt Verlagerungsbetrieb Kuno I A. G. sowie insgesamt die Geschehnisse im Dritten Reich solche Themen. Aber auch diesen geschichtlichen Vorgängen muss man sich stellen und die Ereignisse aufarbeiten, damit sich Unrecht, welches im Nationalsozialismus zum ideologisch verklärten „Wohle der Gesellschaft und des Volkes“ billigend in Kauf genommen wurde, nicht wiederholt. Denn wie nah unmenschliches Verhalten und menschliches Leid mit technischem Fortschritt zusammen liegen können, zeigt sich gerade am Kriegsende in Burgau mit der Errichtung eines KZ-Außenlagers von Dachau für Jüdinnen und Juden, die bei der Produktion des Strahlflugzeuges Me 262 als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Waldwerk Kuno I im Scheppacher Forst eingesetzt wurden. In einem Vortrag im Burgauer Schluss beleuchtet Martina Wenni-Auinger diese Vorgänge in Burgau in den Jahren 1944/1945. Sie hat dazu jahrelang in Archiven geforscht.

Der Vortrag findet am Sonntag, den 2. Oktober 2022 im Burgauer Schloss statt. Beginn ist um 15.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Fakten und Ereignisse hat sie auch in einem Buch zusammengefasst, das im Juli 2022 erschienen ist und in der Buchhandlung Pfob bzw. im Kulturamt erworben wer-
den kann.